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WORK

Mythenquai

Zurich

Competition


Collaboration with

Dardelet GmbH, Landscape Architecture

Sibylle Pasche, Sculpture





Der Entwurf findet seine Inspiration in den land-schaftlichen Eigenheiten des Ortes, in der Hori-zontalität der Ufersituation sowie im Wellengang des Sees und der leicht hügligen Parktopographie. Das weit auskragende Dach sowie der zur Terrasse erweiterte Sockel lassen die horizontalen Kanten zu den primären raumbildenden Elementen des Entwurfs werden und schaffen Kontinuität zur Landschaft hin. Die Terrasse ist dementsprechend offen konzipiert, und auch der Gastraum ist als „innerer Aussen-Raum“ gestaltet. Die Landschaft wird unmittelbar in das Raumerlebnis integriert. Während der Rand des Daches mit seinem geraden Verlauf und in seiner Dimensionierung an den Nachbar-gebäuden orientiert ist, entwickelt seine geschwun-gene Unterseite eine spielerisch-leichte Formen-sprache, die an Wasser und Hügeltopo-graphie erinnert. Das Dach ist auf filigranen Stahl-stützen gelagert und schwebt leicht über dem Körper der geschlossenen Räume.


Das neue Restaurantgebäude gliedert sich in das bestehende Ensemble am Rand des Areals ein und bringt ein konsistentes Gesamtbild zum Abschluss. Der Bestand ist geprägt durch eine rhythmische Abfolge kleinerer und grösserer Bauten, durch deren pittoresk anmutende, versetzte Platzierung eine Ondulierung des Weges entsteht. Diesen Rhythmus setzt der Neubau fort und übernimmt auch die markante Horizontale der schmalen Dachkanten, welche die Ansicht der 50er-Jahre Bauten prägt. Die Höhe des neuen Daches vermittelt zwischen dem Garderobengebäude auf der einen und dem Kinder-bereich auf der anderen Seite. Durch die starke Öffnung zum Park und See hin leitet das Gebäude zugleich den Übergang zum Park ein und bildet einen neuen Angelpunkt der Anlage.


Der Gastraum ist als gedeckter Aussenraum gestaltet und bleibt immer offen. Das umlaufende Sitzbank-Element leitet den Besucher im Bereich des Gastraums ohne die visuelle Kontinuität über die Terrasse zur Landschaft hin zu unterbrechen. Im oberen Bereich der Fassade nimmt ein umlaufender Versatz die Beleuchtungskörper sowie die Schliess-elemente für die Ausgabetheken und Kühlregale im Gastraum auf. Durch die seitliche Erschliessung des Gastraums werden die Terrasse und der Sitzplatz-bereich auch in Spitzenzeiten nicht von der Warteschlange beeinträchtigt. Die Toiletten sind – dem Rhythmus der abwechselnden Baukörper entsprechend – in einem kleinen zurückversetzten Nebenbau untergebracht. Die so generierte vor-platzartige Situation wird dem Hauptgebäude zu-gespielt und zeigt den Eingang zum Gastraum an. Auf der überdachten Terrasse sowie auf dem asphaltierten Vorplatz werden insgesamt 300 Sitzplätze angeboten. Während der Gastraum mit Buffet nur die Badesaison bedient, ist der Kiosk-Counter auch in der Übergangssaison (April-Oktober) geöffnet. Er ist dem Gastraum unmittelbar ange-gliedert. Der Verkauf erfolgt autonom direkt zur Terrasse, die Kassen können aber bei Bedarf auch zur Entlastung dem Gastraum zugeschaltet werden. Der Glacestand bei der Seeterrasse kann je nach saisonalem Bedarf geöffnet werden. Hier stehen weitere 100 Sitzplätze zur Verfügung, im Sommer spenden die zwei neuen Bäume Schatten.